Zeig mir, was du dir um den Hals bindest, und ich sage dir, wie du bist. Schals sind zum unverzichtbaren Accessoire geworden. An der modischen Halsbekleidung erkennt man Geschmack und Gesinnung – eine Typologie
Die Zeiten, in denen ein Schal vor allem ordentlich wärmen sollte, sind längst vorbei. Stattdessen ist das Stück Stoff zum modischen Accessoire geworden. Gerade im Winter, wenn dicke Mäntel den Rest der Garderobe verdecken, kann man am Schal den Geschmack, vielleicht sogar das Wesen des Trägers oder der Trägerin erkennen. Ein Überblick über fünf Schaltypen.
1. DER STREIFEN-SCHAL
Niemand weiß, woran es liegt. Aber Streifen gelten als Gute-Laune-Faktor des Stils. Egal ob Männer oder Frauen – wer sich Zebrastreifen in diversen Farbkombinationen um den Hals bindet, kann demnach nur eine Spaßbombe sein. Der Streifenschal also ist das Accessoire der fröhlichen Gutmenschen. Er begleitet seine Träger in den Biosupermarkt, wärmt die angeschlagenen Mandeln beim Kinderwagenschieben und gibt jedem Outfit den, um in der Sprache der Klientel zu bleiben, “gewissen Pfiff”. Mehr noch: Der Streifenschal ist ein Allrounder. Er passt zu allem. Zum Kaschmirmantel gibt’s die Edel-Version von Paul Smith, H&M hat schwarz-blaue Modelle für den Jeansträger, und die Frau von Welt kann sich immer noch für die Variante in den Farben diverser Fruchtsorten entscheiden.
