FäustlingFäustlinge sind die einfachsten Handschuhe, die man sich vorstellen kann, denn bei ihnen sind die Finger außer dem Daumen in einem Innenraum zusammen umschlossen. Das Anziehen gestaltet sich entsprechend einfach, aber dafür ist die Fingertätigkeit stark eingeschränkt. Gerade deswegen eignen sich Fäustlinge meist nicht in Berufen, wo es darauf ankommt kleine Gegenstände zu greifen und damit zu hantieren. Eher werden sie als thermischer Schutz bei großer Kälte oder Hitze verwendet.

Die Fäustlinge sind meine Lieblingshandschuhe. In ihnen ist immer reichlich Platz und die Finger können sich gegenseitig wärmen. Gerade im Winter passiert es mir mit anderen Handschuhen sehr oft, dass ein oder zwei Finger kalt werden.

Dadurch, dass der Daumen und die restlichen Finger voneinander getrennt sind, kann man auch noch grobe Dinge gut packen. Ok, eine Zigarette rauchen gestaltet sich etwas schwierig.Schuhe zubinden könnte auch etwas schwierig werden, aber das hat man ja hoffentlich noch im Haus gemacht, und nicht erst bei -7 °C  auf der Strasse.

Fäustlinge, die gut vor Kälte schützen, bestehen meistens aus Acryl an der Aussenseite und Fleece auf der Innenseite. Das Acrylgewebe hält den Wind etwas ab und sorgt aber gleichzeitig für gute Belüftung. Nichts ist schlimmer, als wenn man im Handschuh anfängt zu schwitzen, denn der Schweiß kühlt schnell ab. Das innere Fleecefutter ist weich, angenehm zu tragen und weniger luftdurchlässig, als das äußere Acrylgewebe. Gute Handschuhe haben zusätzlich noch einen Lederbesatz an der Handinnenseite, um auch zusätzlich vor mechanischen Beschädigungen zu schützen. Zum Schutz vor Hitze verwendet die Feuerwehr meist Handschuhe aus Kevlar oder Nomex.