Schal und Handschuhe

Schick und warm zugleich

Am diesem vierten Adventswochenende erfasst eine Kältewelle ganz Deutschland. Hier in Berlin herrschen ca. -14° Celsius. Es liegt ein wenig Schnee, und es ist wirkliche schweinekalt. Am meisten leiden unter solchen Temperaturen die Enden unserer Gliedmassen – also Hände und Füße. Wer also gutes Schuhwerk und dazu ein paar gute Themohandschuhe hat, bleibt hoffentlich schön warm. Eine Mütze ist auch nicht verkehrt, bewahrt sie doch Hirn vorm einfrieren ;)
Am schlimmsten trifft es aber die Radfahrer. Durch den Fahrtwind ergibt sich eine gefühlte Temperatur (wind-chill) von weit unter -20°. Es ist wirklich übel, wenn trotz Mütze, Gesichtsmaske, Wickelschal und dicken fetten Thermohandschuhen die Finger klamm werden, und sich nur noch um den Lenker krampfen.
Wie haltet Ihr euch bei diesen unmenschlichen Temperaturen warm? Muff, Fellhandschuhe oder gar ein Taschenwärmer mit Kabit? Oder diese Kunststoffteile, die man mit einem Metallplättchen aktiviert? Ich jedenfalls begebe mich gleich auf den Weihnachstmarkt am Gendarmenmarkt. Feuerzangenbowle hält nämlich auch warm ;)
In diesem Sinne wünsche ich allen einen frohen vierten Advent und ein besinnliches Weihnachtsfest.

Der harte Winter lässt noch auf sich warten, und so können wir die milden Tage genießen. Ein Schal darf jedoch auf bei diesem Wetter nicht fehlen, weder aus temperatur-, noch aus modischen Gründen. Gerade, wenn die Schals so wunderschön aussehen, wie diese hier.

Bunt, mit Muster oder Streifen sind dieses Jahr besonders angesagt. Rote, bräunliche Farben, aber auch zarte Pastell-töne wie hellblau und grün sieht man überall. Diese neue Vielfalt finde ich wirklich sehr erfrischend.

Habt ihr auch so schöne Schals gesehen und fotografiert? Schickt mir doch bitte die Fotos oder einen Link. Gerne nehme ich diese Fotos dann in meine Galerie auf.

Der Klassiker – Einfach um den Hals wickeln

Schön warm und kuschelig hat mans in der kalten Jahreszeit mit einem extra langen Schal. Den kann man sich nach Herzenslust um den Hals wickeln. Je länger desto dicker. Die beiden Enden kann man dann bequem in den Mantel stecken, oder locker nach unten hängen lassen.

Der Knoten – bitte nicht zu fest

Den Schal einmal um den Hals legen. Linkes Ende über das rechte legen und dann oben am Hals durch ziehen. Diese Methode ist eher im Sommer zu empfehlen, wenn es mehr um modischen Chic als um Kälteabwehr geht.
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Strickhandschuhe
Beim stöbern auf flickr.com habe ich wieder viele tolle Handschuhe gesehen. Aus der Masse stachen aber diese blau-grauen Handschuhe von Sheepmama besonders hervor. Mit den frei zugänglichen Fingerkuppen ist die Beweglichkeit und auch der Tastsinn nicht eingeschränkt. Auf der anderen Seite sind die eng gestrickten Teile schön dick. Noch ist genug Zeit, mit dem Stricken anzufangen, um es bis Weihnachten fertig zu bekommen. Das Bündchen schließt zum Pullover auch gut ab. Alles in allem ein gut gelungenes Paar. Vielleicht strickt mir meine Oma auch so ein paar zu Weihnachten. Was sagt ihr denn dazu? Gefallen sie euch auch?

Vor seinem Löwengarten,
Das Kampfspiel zu erwarten,
Saß König Franz,
Und um ihn die Großen der Krone,
Und rings auf hohem Balkone
Die Damen in schönem Kranz.

Und wie er winkt mit dem Finger,
Auf tut sich der weite Zwinger,
Und hinein mit bedächtigem Schritt
Ein Löwe tritt
Und sieht sich stumm
Rings um,
Mit langem Gähnen,
Und schüttelt die Mähnen
Und streckt die Glieder
Und legt sich nieder.

Und der König winkt wieder,
Da öffnet sich behend
Ein zweites Tor,
Daraus rennt
Mit wildem Sprunge
Ein Tiger hervor.
Wie der den Löwen erschaut,
Brüllt er laut,
schlägt mit dem Schweif
Einen furchtbaren Reif
Und recket die Zunge,
Und im Kreise scheu
Umgeht er den Leu
Grimmig schnurrend;
Darauf streckt er sich murrend
Zur Seite nieder.

Und der König winkt wieder,
Da speit das doppelt geöffnete Haus
Zwei Leoparden auf einmal aus,
Die stürzen mit mutiger Kampfbegier
Auf das Tigertier;
Das packt sie mit seinen grimmigen Tatzen,
Und der Leu mit Gebrüll
richtet sich auf – da wird’s still,
Und herum im Kreis,
Von Mordsucht heiß,
Lagern sich die gräulichen Katzen.

Da fällt von des Altans Rand
Ein Handschuh von schöner Hand
Zwischen den Tiger und den Leun
Mitten hinein.

Und zu Ritter Delorges spottender Weis’
Wendet sich Fräulein Kunigund:
„Herr Ritter, ist Eure Lieb’ so heiß,
wie Ihr mir’s schwört zu jeder Stund,
Ei, so hebt mir den Handschuh auf.“

Und der Ritter in schnellem Lauf
Steigt hinab in den furchtbaren Zwinger
Mit festem Schritte,
Und aus der Ungeheuer Mitte
Nimmt er den Handschuh mit keckem Finger.

Und mit Erstaunen und mit Grauen
Sehen’s die Ritter und Edelfrauen,
Und gelassen bringt er den Handschuh zurück.
Da schallt ihm sein Lob aus jedem Munde,
Aber mit zärtlichem Liebesblick –
Er verheißt ihm sein nahes Glück –
Empfängt ihn Fräulein Kunigunde.
Und er wirft ihr den Handschuh ins Gesicht:
„Den Dank, Dame, begehr ich nicht“,
Und verlässt sie zur selben Stunde.

Pashmina SchalPashmina-Schals werden aus der so genannten “Kaschmirwolle”, genauer aus dem Unterflaum der Kaschmir Ziege produziert. Der Flaum wird meist durch Kämmung gewonnen. Allerdings geht man immer häufiger dazu über, die Ziege zu scheren. Der Ertrag pro Ziege ist nicht sehr hoch, es können nur etwa 50g Flaum pro Scherung gewonnen werden. Das macht die Wolle so wertvoll. Jedoch reicht das Material, je nach Größe und Dicke, für etwa einen Pashmina Schal.

Die Qualität der Wolle hängt von vielen Faktoren ab. Da das kälteschützende Unterfell sich in größeren Höhen stärker ausbildet, gilt das dort gewonnene Vlies als höherwertig. So gibt es etwa im Hochland von Ladakh – geologisch Teil des tibetischen Hochplateaus – etwa 200 Nomaden, welche Herden mit insgesamt 50.000 Tieren hüten. Die beste Qualität kaufen Vertreter großer Produzenten den Nomaden bereits auf den Weiden ab. Der Preis pro kg beträgt etwa 100 US-Dollar. Früher geschah dies im Frühling, wenn man den Ziegen den Winterflaum auskämmte. Mittlerweile ist der Wettbewerbsdruck so groß, dass viele Ziegen bereits vor Wintereinbruch gekämmt werden. weiter lesen

FäustlingFäustlinge sind die einfachsten Handschuhe, die man sich vorstellen kann, denn bei ihnen sind die Finger außer dem Daumen in einem Innenraum zusammen umschlossen. Das Anziehen gestaltet sich entsprechend einfach, aber dafür ist die Fingertätigkeit stark eingeschränkt. Gerade deswegen eignen sich Fäustlinge meist nicht in Berufen, wo es darauf ankommt kleine Gegenstände zu greifen und damit zu hantieren. Eher werden sie als thermischer Schutz bei großer Kälte oder Hitze verwendet.

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Zeig mir, was du dir um den Hals bindest, und ich sage dir, wie du bist. Schals sind zum unverzichtbaren Accessoire geworden. An der modischen Halsbekleidung erkennt man Geschmack und Gesinnung – eine Typologie

Die Zeiten, in denen ein Schal vor allem ordentlich wärmen sollte, sind längst vorbei. Stattdessen ist das Stück Stoff zum modischen Accessoire geworden. Gerade im Winter, wenn dicke Mäntel den Rest der Garderobe verdecken, kann man am Schal den Geschmack, vielleicht sogar das Wesen des Trägers oder der Trägerin erkennen. Ein Überblick über fünf Schaltypen.

1. DER STREIFEN-SCHAL
 
Niemand weiß, woran es liegt. Aber Streifen gelten als Gute-Laune-Faktor des Stils. Egal ob Männer oder Frauen – wer sich Zebrastreifen in diversen Farbkombinationen um den Hals bindet, kann demnach nur eine Spaßbombe sein. Der Streifenschal also ist das Accessoire der fröhlichen Gutmenschen. Er begleitet seine Träger in den Biosupermarkt, wärmt die angeschlagenen Mandeln beim Kinderwagenschieben und gibt jedem Outfit den, um in der Sprache der Klientel zu bleiben, “gewissen Pfiff”. Mehr noch: Der Streifenschal ist ein Allrounder. Er passt zu allem. Zum Kaschmirmantel gibt’s die Edel-Version von Paul Smith, H&M hat schwarz-blaue Modelle für den Jeansträger, und die Frau von Welt kann sich immer noch für die Variante in den Farben diverser Fruchtsorten entscheiden.

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